Sinkende Einbruchszahlen kein Grund zur Nachlässigkeit

Zwei Meldungen sorgten bei so manchem Bürger gegen Jahresende scheinbar für Erleichterung: Zum einen nahm die Polizei Anfang Dezember die Hintermänner derjenigen Banden fest, die für rund 20 % der Einbrüche in Deutschland innerhalb eines Jahres verantwortlich sein sollen. Zum anderen vermelden die Statistiken, dass die absolute Anzahl an Einbrüchen im Land 2017 erstmals rückläufig sei. Festzuhalten ist jedoch auch, dass eine Verhinderung von Einbrüchen nie ganz flächendeckend geschehen kann, und die „Branche“ leider immer wieder neue Nachwuchskräfte findet. Dagegen müssen Sie sich wappnen.

Warum ist die Zahl der Einbrüche 2017 gesunken?

Geht man davon aus, dass sich die Dunkelziffer (also die Zahl der nicht gemeldeten oder nicht bemerkten Einbrüche) konstant verhält, ist die Meldung über gesunkene Fallzahlen erst einmal etwas Positives. Die Gründe hierfür können nur spekulativ sein:
  • Eventuell spielen die Verhaftung der vorgeblichen „Einbrecherkönige“ Anfang 2017, und weitere Erfolge der Polizei eine größere Rolle.
  • Häufig kein Mittel der Abschreckung, aber trotzdem eine Erwähnung wert: die Politik hat die Mindeststrafen für den Einbruch in Privatwohnungen verdoppelt
  • Weiterhin kann der zunehmende Einbruchsschutz der Bundesbürger seinen Teil dazu beigetragen haben. Es wäre zumindest ein Anfang, wenn man den bekanntesten Mythen über Einbrecher und Einbruchsschutz weniger Glauben schenkt als bisher.
Dass sich die Fallzahl in diesem Bereich der Kriminalität in Zukunft vielleicht sogar marginalisieren wird, gehört schließlich auch dazu. Frei nach dem Dichter Rilke lässt sich festhalten: Wer heut noch kein Haus hat, der baut sich auch keins mehr. Und wer eines hat, jedoch noch keine Mindestvorkehrungen zum Einbruchsschutz getroffen hat, dem hilft im Ernstfall auch die schönste Statistik nichts.

5 Maßnahmen, von denen die meisten Leute 2 noch nicht kennen!

Diese Vorkehrungen, mit einer maximalen Vorlaufzeit von 1 Wochenende zur Vorbereitung und Installation, kann jeder Haus- bzw. Wohnungsbesitzer umsetzen:
  • Wer über Weihnachten und/oder Silvester weg war, wird es wissen und einen Nachbarn die Post aus dem Briefkasten holen lassen haben. Auch wenn es nur 3 Tage sind: Trotzdem jemanden fragen ob er oder sie es macht, da Dialogpost mittels Briefen mittlerweile die einzige legale Cold Call Variante ist und Ihnen in kurzer Zeit den Postkasten vollstopfen kann.
  • Beziehen Sie eine Wohnung nicht als Erstmieter, tauschen Sie sicherheitshalber den Schließzylinder der Wohnungstür aus. Man weiß nie, welches Schlüsselpaar man übergeben bekommt, und ob es in der Vergangenheit Nachfertigungen davon gab.
  • Fallen Ihnen Personen in Ihrem Viertel auf, die Sie dort noch nie gesehen haben und die dazu noch einen verdächtigen Eindruck machen? Die Polizei setzt hier verstärkt auf das Prinzip „Lieber einmal zu viel anrufen als zu wenig“, und bietet auch im Internet anonyme Meldeformulare an.
  • Vermeiden Sie es, in Sozialen Netzwerken Informationen über Ihren Aufenthaltsort und die Dauer eines Fernbleibens von Zuhause zu übermitteln. Wenn möglich, treten Sie bei Facebook & Co. gar nicht erst unter Ihrem Klarnamen auf.
  • Last but not least: Schließen Sie bei Verlassen Ihrer Bleibe immer (!) die Tür zweimal ab, anstatt sie lediglich zuzuziehen. Mit der Flipper-Methode lassen sich zugezogene, aber unverschlossene Pforten leicht öffnen.
In dieser Sammlung sind Smart Home Installationen und der Verbau einbruchhemmender Produkte noch gar nicht enthalten. Wir zeigen Ihnen damit aber auf, dass man sich auch 2018 anstatt auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen eher auf sich selbst verlassen sollte, was Einbruchsschutz und Prävention von Kriminalität angeht.
Uwe Gerstenberg
Sicherheitsberater

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